ARTROMOT S4

Darum geht's

  • Nicht die Zahl der Motoren entscheidet über die Qualität, sondern die Bewegung, die das Gerät tatsächlich fährt.

  • Die wirksame Schulterbewegung kombiniert Abduktion/Adduktion mit Anteversion/Retroversion, ganz ohne die riskante Rotation.

  • Die ARTROMOT-S4 fährt diese Achterbewegung und ist damit dem S3 überlegen, dem sie fehlt.

  • Für die Heimtherapie leistet die ARTROMOT-S Classic dasselbe, einfach und sicher zu bedienen.

Was ist eine ARTROMOT Schulter-Bewegungsschiene und wann wird sie eingesetzt?

Eine ARTROMOT Schulter-Bewegungsschiene ist ein motorisiertes CPM-Gerät (Continuous Passive Motion), das das Schultergelenk nach einer Operation kontrolliert und kontinuierlich bewegt, ohne dass der Patient aktive Muskelkraft aufwenden muss. Der Einsatz beginnt oft bereits in den ersten Tagen nach dem Eingriff. Ziel ist es, Gelenkversteifungen zu verhindern, die Durchblutung zu fördern und die Heilung zu unterstützen.

Typische Indikationen für den Einsatz einer ARTROMOT Schulter-Bewegungsschiene sind:

  • Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion

  • Acromioplastik

  • Schulterendoprothesen

  • Arthrotomien und Arthroskopien mit Synovektomie oder Arthrolyse

  • Schulter-Mobilisierungen in Narkose

Die passive Bewegung durch die Schiene ersetzt in der frühen Reha-Phase keine Physiotherapie, sondern ergänzt sie ideal, indem sie zwischen den Therapieeinheiten kontinuierlich wirkt.

Worauf es wirklich ankommt: die richtige Bewegung

Beim Vergleich von Schulter-Bewegungsschienen entscheidet nicht die Zahl der Motoren über die Qualität, sondern welche Bewegung das Gerät im Alltag tatsächlich fährt. Entscheidend ist, ob eine Schiene die Achterbewegung ausführen kann, von Fachleuten kurz der 8er genannt.

Für die Schulter sind vier Bewegungsachsen möglich:

  • Abduktion/Adduktion: den Arm seitlich vom Körper weg und wieder heran

  • Anteversion/Retroversion: den Arm nach vorne und nach hinten führen

  • Innen-/Aussenrotation: den Arm um die eigene Längsachse drehen

  • Elevation: den gestreckten Arm nach oben führen

Die wertvolle Bewegung entsteht, wenn ein Gerät Abduktion/Adduktion mit Anteversion/Retroversion kombiniert. Der Arm beschreibt dabei eine grosse, fliessende Acht über mehrere Ebenen. Diese weite, kontinuierliche Bewegung unterstützt die Lymphdrainage gut und ist therapeutisch wirksam, und das ganz ohne Rotation, also nahtschonend. Genau hier trennen sich die Geräte.

Warum die Rotation nach einer Schulter-OP ein Risiko ist

Die motorische Innen-/Aussenrotation kann die frisch operierte Naht belasten und im ungünstigsten Fall zum Aufreissen bringen. In der Praxis ist der Rotationsmotor deshalb kein Vorteil, sondern ein Risiko. Dazu kommt, dass Patienten die Rotation am Gerät selbst zuschalten könnten, womit die Kontrolle über die Bewegung verloren geht. Für die Schulter-CPM braucht es die Rotation therapeutisch schlicht nicht.

ARTROMOT-S3 und S4 im Vergleich: der entscheidende Unterschied

Der ARTROMOT-S3 und der ARTROMOT-S4 werden bevorzugt in Rehabilitationszentren, Spitälern und orthopädischen Kliniken eingesetzt. WINTER Medizintechnik vermietet und verkauft diese Geräte an Spitäler, Reha-Zentren und Orthopädie-Abteilungen und übernimmt deren professionelle Wartung. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden liegt nicht in der Zahl der Motoren, sondern darin, ob sie die Achterbewegung ausführen.

ARTROMOT-S4: die richtige Bewegung, mit voller Reserve

ARTROMOT-S4

Der S4 beherrscht Abduktion/Adduktion, Anteversion/Retroversion und zusätzlich die Rotation. Da immer nur zwei Motoren gleichzeitig laufen, wählt man im klinischen Alltag die zwei therapeutisch sinnvollen Achsen und stellt die Rotation ab. Damit fährt die S4 exakt dieselbe Bewegung wie die bewährte ARTROMOT-S Classic, die vollständige, nahtschonende Achterbewegung.

Ihr Vorteil gegenüber dem S3: Sie fährt in der Praxis genau die richtige Bewegung und hat unter fachlicher Aufsicht zusätzlich den vollen Funktionsumfang in Reserve. Deshalb empfiehlt WINTER Medizintechnik die S4 für den Verkauf an Spitäler und Praxen, wo geschultes Personal die Einstellungen kontrolliert.

ARTROMOT-S3: die eingeschränkte Variante

ARTROMOT-S3

Der S3 kombiniert Abduktion/Adduktion mit Rotation, gekoppelt nach dem physiotherapeutischen PNF-Muster: Abduktion mit Aussenrotation, Adduktion mit Innenrotation. Ihm fehlt die Anteversion/Retroversion, also bleibt die Achterbewegung ihm verwehrt. Setzt man ihn sicher ein, bleibt nur eine eingeschränkte Bewegung, und die einzige zusätzliche Achse ist ausgerechnet die riskante Rotation. Das Ergebnis ist eine kleinere Bewegung mit schwächerer Lymphdrainage und damit weniger Wirkung. Für die Schulter-CPM ist der S3 deshalb die schwächere Wahl.

ARTROMOT-S Classic: ideal für die Heimtherapie

ARTROMOT-S Classic

Die ARTROMOT-S Classic verfügt über Abduktion/Adduktion und Anteversion/Retroversion und leistet damit dieselbe therapeutisch entscheidende Bewegung wie die S4 im Alltag. Eine Rotation gab es nur als optionales drittes Motormodul, das in der Praxis niemand wollte und das nie eingesetzt wurde.

Was die S Classic von den Klinikmodellen unterscheidet, ist ihr Gewicht und ihr Bedienkonzept. Sie ist leichter, lässt sich einfach transportieren und ist so intuitiv gestaltet, dass Patienten nach einer kurzen Einführung selbständig damit umgehen können. Keine komplexe Programmierung, kein technisches Vorwissen nötig. Genau das macht sie zur idealen Schiene für den Mietservice.

Merkmal

ARTROMOT-S Classic

ARTROMOT-S3

ARTROMOT-S4

Abduktion/Adduktion

Ja

Ja

Ja

Anteversion/Retroversion

Ja

Nein

Ja

Rotation

Nur als nie genutztes Modul

Ja (PNF-gekoppelt)

Ja (abstellbar)

Achterbewegung (8er)

Ja

Nein

Ja

Patienten-Chipkarte

Nein

Ja

Ja

Typischer Einsatz

Mietservice (Heimtherapie)

Weniger geeignet

Verkauf an Kliniken und Praxen

Für die Beschaffung, Vermietung, Inbetriebnahme und Wartung dieser Geräte in der Schweiz ist WINTER Medizintechnik der kompetente Ansprechpartner. Als offizieller ARTROMOT-Servicepartner in der Schweiz stellt das Unternehmen sicher, dass die Geräte jederzeit korrekt gewartet und einsatzbereit sind.

Wie sich die ARTROMOT-Modelle im direkten Vergleich mit der Kinetec Centura schlagen, zeigt unser ausführlicher Vergleich der Schulter-Bewegungsschienen.

Die Miet-Schulterschiene: die ideale Lösung für die Heimtherapie

Für Patienten, die ihre CPM-Therapie zu Hause fortführen möchten oder müssen, bietet WINTER Medizintechnik einen direkten Mietservice für Schulter-Bewegungsschienen an. Das dabei eingesetzte Gerät ist in den meisten Fällen die ARTROMOT-S Classic: ein schlankes, leichtes CPM-Gerät, das speziell für die Heimumgebung konzipiert wurde und die therapeutisch entscheidende Bewegung ausführt.

Damit bietet die ARTROMOT-S Classic im Alltag dieselbe wirksame Bewegung wie die Klinikmodelle. Der entscheidende Unterschied liegt im Handling: Das Gerät ist deutlich kompakter, leichter zu transportieren und erfordert keinerlei komplexe Programmierung. Patienten können es eigenständig anlegen und bedienen.

Einfachheit ist kein Kompromiss, sondern ein Designprinzip. Die ARTROMOT-S Classic wurde so entwickelt, dass Patienten sich auf ihre Erholung konzentrieren können, nicht auf die Technik.

Wer die Schiene bequem von zu Hause aus bestellen möchte, kann das direkt über das Bestellformular für Schultermiete tun. Die Lieferung erfolgt mit persönlicher Einführung, damit der Patient von Anfang an sicher mit dem Gerät umgeht.

Wie läuft die CPM-Therapie mit der Schulter-Schiene ab?

Die Therapie beginnt in der Regel mit kleinen Bewegungsauslenkungen, die schrittweise gesteigert werden, je nachdem wie Schmerz und Wundheilung voranschreiten. Der behandelnde Arzt oder Physiotherapeut gibt die Therapieparameter vor: Bewegungsumfang, Geschwindigkeit und tägliche Nutzungsdauer. Die Schiene übernimmt dann zuverlässig die Ausführung, auch nachts oder zwischen den Physio-Terminen.

  • Frühe Postop-Phase: geringe Bewegungsgrade, langsame Geschwindigkeit, häufige kurze Einheiten

  • Aufbauphase: Erweiterung des Bewegungsumfangs entsprechend der ärztlichen Vorgabe

  • Heimtherapie: Patient wendet die Schiene eigenständig nach Anleitung an, begleitet durch Physio-Kontrollen

Kontraindiziert ist die CPM-Therapie bei akuten Entzündungen, frischen instabilen Frakturen, spastischen Lähmungen und weiteren klinisch relevanten Ausschlusskriterien. Die Entscheidung über Einsatz und Parameter liegt immer beim behandelnden Arzt.

Häufig gestellte Fragen zur ARTROMOT Schulter-Schiene

Warum ist die ARTROMOT-S4 dem S3 vorzuziehen?

Weil die S4 die vollständige Achterbewegung ausführt und der S3 nicht. Die S4 kombiniert Abduktion/Adduktion mit Anteversion/Retroversion und macht damit dieselbe wirksame, nahtschonende Bewegung wie die ARTROMOT-S Classic. Dem S3 fehlt die Anteversion/Retroversion; seine einzige zusätzliche Achse ist die therapeutisch nicht benötigte und für die frische Naht riskante Rotation.

Was ist die Achterbewegung (der 8er)?

Sie entsteht, wenn Abduktion/Adduktion und Anteversion/Retroversion kombiniert werden. Der Arm beschreibt eine grosse Acht über mehrere Ebenen. Diese weiträumige, kontinuierliche Bewegung unterstützt die Lymphdrainage und ist nahtschonend, da keine Rotation stattfindet.

Vermietet WINTER Medizintechnik die ARTROMOT-S3 oder S4?

WINTER Medizintechnik vermietet und verkauft S3 und S4 an Spitäler, Reha-Zentren und Orthopädie-Abteilungen. Für Privatpatienten in der Heimtherapie kommt in den meisten Fällen die ARTROMOT-S Classic zum Einsatz, die speziell für die eigenständige Anwendung zu Hause optimiert ist. Mehr Informationen zum gesamten ARTROMOT Mietservice finden sich auf der entsprechenden Übersichtsseite.

Wie lange dauert die Mietphase für eine Schulter-Schiene?

Die Mietdauer richtet sich nach dem individuellen Therapieplan des behandelnden Arztes. Typischerweise umfasst die CPM-Phase nach Schulter-Operationen mehrere Wochen. WINTER Medizintechnik berät Patienten persönlich und stellt sicher, dass die Schiene so lange verfügbar ist, wie sie medizinisch sinnvoll ist.

Welche anderen Gelenke werden mit ARTROMOT-Schienen therapiert?

Das ARTROMOT-Sortiment deckt neben der Schulter auch Knie, Ellenbogen und Sprunggelenk ab.

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